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Als Sketch (engl. sketch „Skizze“) wird eine kurze (selten mehr als 3 Minuten), gespielte, in der Regel humoristische Darbietung bezeichnet. In einem Sketch treten meist nur wenige Figuren auf; Schauplatzwechsel sind selten. Es wird eine Handlung (meistens zeitdeckend) erzählt, die häufig auf eine Pointe hin zugespitzt ist. Das Erreichen dieser Pointe beendet den Sketch in den meisten Fällen.
Beispiele für berühmte Sketche lieferte die britische Komiker-Gruppe Monty Python in der Fernsehserie Monty Python’s Flying Circus (Der Papagei ist tot, Spam-Sketch, Der tödlichste Witz der Welt) und Freddie Frinton mit Dinner for One. In deutscher Sprache sind Sketche von Karl Valentin (Buchbinder Wanninger), Loriot (Jodeldiplom, Steinlaus, Kosakenzipfel) und Dieter Hallervorden (Palim-Palim) beliebt.
Als Sketch wird in der (englischsprachigen) Literaturwissenschaft auch eine Form der Kurzgeschichte bezeichnet; eine kleine Erzählung, die eine zufällige Impression oder eine vorübergehende Stimmung wiedergibt. Berühmt ist das Skizzenbuch (The Sketch Book of Geoffrey Crayon, 1825) von Washington Irving, deutsch „Das Skizzenbuch“. Es enthält die ersten amerikanischen Kurzgeschichten.
Siehe auch: Comedy, Dramaturgie, Kabarett, Sketchup, Witz, Kurzgeschichte
Wiktionary: Sketch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
- R. Müller: Theorie der Pointe. Paderborn 2003. S. 263–305
- Martina Lauster: Sketches of the Nineteenth Century, European Journalism and its 'Physiologies', 1830-50. Basingstoke / New York 2007
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