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Sieben Jahre in Tibet ist ein Spielfilm von Jean-Jacques Annaud, basierend auf Heinrich Harrers gleichnamiger Autobiografie. Während es im Buch größtenteils um die Lebensgewohnheiten der Tibeter und die angespannte politische Situation geht, behandelt der Film davon nur wenig, anstatt dessen wurde viel Drehzeit für Szenen verwendet, die im Buch nicht zu finden sind: Dazu zählen unter anderem Szenen mit Harrers Sohn und Aufschnaiters Vermählung mit einer tibetischen Schneiderin.
Bearbeiten Handlung (des Filmes)Heinrich Harrer, ein äußerst egozentrischer österreichischer Bergsteiger, fährt, obwohl seine Frau Ingrid bereits schwanger ist, in den Himalaya, um dort den Berg Nanga Parbat zu besteigen. Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wird er interniert und bekommt im Internierungslager einen Brief seiner Frau, die ihn um sein Einverständnis zur Scheidung bittet. Harrer kann, nach einer langen, schwierigen Flucht mit seinem Kollegen Peter Aufschnaiter nach Tibet entkommen. Er arbeitet dort an einer Karte der Hauptstadt und schreibt, von Aufschnaiter ermutigt, Briefe an seinen ihm völlig unbekannten Sohn Rolf, der mit einem anderen Mann als Vater aufwächst. Aufschnaiter heiratet indessen eine tibetische Frau. Harrer wird von dem 14. Dalai Lama zu einer Audienz eingeladen und freundet sich mit ihm an. Auf Wunsch des jungen Dalai Lama bringt er ihm alles bei, was er über die Welt außerhalb Tibets weiß. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und im Wissen, dass die chinesischen Truppen eine Invasion in Tibet planen, will Harrer nach Österreich zurückkehren, erhält aber von seinem Sohn einen Brief, in dem dieser bestreitet, Harrers Sohn zu sein. Da er den Brief mit dem Namen von Ingrids neuem Mann unterschreibt, muss Heinrich akzeptieren, dass alle Bande zu seiner Familie zerschnitten sind. Im Jahr 1950 wird Tibet von den Chinesen besetzt. Harrer bleibt, bis der Dalai Lama endgültig zum religiösen und weltlichen Oberhaupt Tibets ernannt ist, dann verlässt er auf dessen Drängen hin Tibet, um sich um seinen Sohn zu kümmern. Bearbeiten PolitischesFür ihren Film „Sieben Jahre in Tibet“ erhielten der Regisseur Jean-Jacques Annaud sowie die Darsteller Brad Pitt, David Thewlis und Jamyang Jamtsho Wangchuk ein lebenslanges Einreiseverbot in die Volksrepublik China. Bearbeiten Auszeichnungen des Films
Bearbeiten FilmarbeitenDer Film wurde hauptsächlich im Norden von Argentinien gedreht, nördlich der Stadt Mendoza in Uspallata. Dort wurde in monatelangen Vorbereitungen die heilige Stadt Lhasa aufgebaut, Mönche wurden aus Indien, über New Delhi, Buenos Aires, Mendoza letztlich nach Uspallata eingeflogen. Zusammen mit ihnen wurden Köche, Lebensmittel und Zutaten eingeflogen, damit sich die Schauspieler wirklich wie in ihrem damaligen Leben fühlten. Der Bahnhof, der im Film den Hauptbahnhof von Graz darstellt, auf dem sich Heinrich Harrer von seiner schwangeren Frau und einem guten Freund verabschiedet, ist der Hauptbahnhof von La Plata, einer Stadt südlich von Buenos Aires. Insgesamt war die Crew ein halbes Jahr in Argentinien. Eine zweite Crew war in Tibet, wo sie angeblich einen Dokumentarfilm machten. Die Aufnahmen dienten dem Regisseur in verschiedenen Szenen. Einige Szenen des Films wurden auch in Asten gedreht, einem Seitental des Mölltals in Kärnten. Bearbeiten Unterschiede zwischen Film und BuchEs gibt eine Reihe wesentlicher Unterschiede zwischen dem Original-Buch Sieben Jahre in Tibet und dem gleichnamigen Film aus dem Jahre 1997. [1]
Bearbeiten Literatur
Bearbeiten Weblinks
Bearbeiten Einzelnachweise
Filme von Jean-Jacques Annaud
Am Anfang war das Feuer | Der Name der Rose | Der Bär | Sieben Jahre in Tibet | Duell – Enemy at the Gates |
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