Abe Lenstra.html

 
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Ús Abe: Standbild Abe Lenstras am Abe-Lenstra-Stadion
Ús Abe: Standbild Abe Lenstras am Abe-Lenstra-Stadion

Abe Lenstra (* 27. November 1920 in Heerenveen; † 2. September 1985 ebenda) war ein niederländischer Fußballspieler. Er spielte seit der Jugend in seiner friesischen Heimat für den VV Heerenveen und ab 1955 in Enschede. In seinen 47 Spielen für die niederländische Nationalmannschaft erzielte er 33 Tore. Neben Johan Cruijff gilt er als einer der besten niederländischen Spieler des 20. Jahrhunderts. Doch obwohl er auf dem Fußballplatz großen Ruhm bei den Fans errang, machte er sich durch seine eigensinnige, launische Art kaum Freunde unter seinen Mitspielern. Die letzten acht Jahre seines Lebens verbrachte der Sportler nach Hirnblutungen im Rollstuhl. Sein Heimatverein SC Heerenveen benannte nach seinem Tod sein Stadion nach Abe Lenstra.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Vereinskarriere

Bearbeiten Bodenständiger Amateur in Heerenveen

Wie so viele Spieler seiner Generation lernte Abe Lenstra das Fußballspielen auf der Straße.[1] Im Mai 1931 fiel er erstmals bei einem jährlichen Schulturnier auf, das von der Voetbalvereniging Heerenveen mitgetragen wurde. Abe war der jüngste und kleinste Teilnehmer und spielte in einem Team gemeinsam mit seinem Bruder Jan. Nach dem Turnier im folgenden Jahr erkannte auch der neue Trainer des VV Heerenveen, der Schotte und Ex-Profi von Charlton Athletic, Syd Castle, das Talent des Jungen. Drei Tage nach seinem zwölften Geburtstag wurde Abe Lenstra Mitglied des Vereins. Während sein anderthalb Jahre älterer Bruder Jan bereits in der ersten Nachwuchsmannschaft antrat, wurde Abe zunächst im zweiten Nachwuchsteam eingesetzt. Doch in seinen ersten Spielen erzielte er als Mittelstürmer so viele Tore, dass er schnell in Jans Mannschaft aufrückte.

In dieser Saison 1932/33 übernahm der Österreicher Otto Pinter, ehemaliger Spieler von Rapid Wien, das Training bei den Friesen. Während Castle den englischen Spielstil mit langen Pässen auf die Flügel eingeführt hatte, war Pinter Bewunderer des technisch anspruchsvolleren Kombinationsspiels des „Wunderteams“ aus seiner Heimat. Lenstra übernahm dies von Pinter. Der Österreicher verglich Abes Spielintelligenz und Technik mit der von Matthias Sindelar, der zu dieser Zeit als bester Spieler des Kontinents galt. Lenstra sagte 1970 rückblickend über seinen ersten Trainer:

„Ich hatte das Talent, aber ich habe auch viel gelernt, vor allem von Otto Pinter. ... Wir probierten alles aus, was ich noch nicht konnte. ... Wenn wir fertig waren, sagte er: ‚Wir sind wieder ein Stückchen weiter!‘ Vor allem in der Anfangszeit war das sehr wichtig für mich.[2]

Am 1. März 1936 gab Abe Lenstra an der Seite seines Bruders sein Debüt in der zweiten Herrenmannschaft des VV Heerenveen, Jan spielte Linksaußen, Abe auf Halblinks. Beim 12:1-Sieg gegen Alcides Meppel machte Abe drei Tore; Jan wurde nach seinen sechs Treffern zur ersten Mannschaft berufen. Abe musste bis zum Sommer warten, ehe er zu einem Freundschaftsturnier ebenfalls in den Kader kam, die nun wieder der aus England zurückgekehrte Castle trainierte. Am 16. Juli 1936 kam er so, noch 15-jährig, zu seinem ersten Einsatz bei den „Herren“, hier zunächst auf Halbrechts, da die halblinke Position durch den Topscorer des Teams, Jan „Bob“ Krikke, besetzt war. In dem Match gegen Gorredijk, das 2:2 endete, markierte er den Ausgleichstreffer zum 1:1 - „ein prächtiges Tor“, wie der Chronist der Zeitung Hepkema's Courant berichtete.[3] In der folgenden Saison 1936/37 eroberte Abe Lenstra sich bereits einen Stammplatz.[1]

Der Stürmer war in dieser Spielzeit mit 19 Toren einer der besten Torschützen der tweede klasse, der zweithöchsten niederländischen Spielklasse, und trug damit wesentlich zum Aufstieg des VV bei. Ab 1937 etablierte sich das Team in der höchsten Spielklasse Eerste Klasse Noord. Dank Lenstra, der bis heute als bester Fußballspieler gilt, den Heerenveen jemals hervorbrachte,[4] konnte die Mannschaft ab der Saison 1941/42 bis zur Spielzeit 1950/51[5] in jedem Jahr als Nordmeister in die Endrunde um die Niederländische Meisterschaft einziehen. Beste Platzierung in der niederländischen Meisterschaft war zweimal Platz zwei in den Saisons 1946/47 und 1947/48.[6] Er war ein kompletter Spieler; er hatte die Begabung, aus dem Stand schießen zu können, und das rechts- wie linksfüßig.[1] Mit samtener Technik, grandioser Übersicht, blitzschnellem Schuss und ein paar täuschenden Bewegungen schaltete er seine Gegenspieler aus. Die hundert Meter lief er in 10,9 Sekunden, und wirkte dabei auf dem Platz doch oft phlegmatisch.[7] Manchmal erweckte er den Eindruck, er sei gar nicht im Spiel – um dann blitzschnell Freund und Feind mit einem genialen Pass, einem geschickten Trick oder dem tödlichen Schuss zu überraschen.[8] Er selbst sah das recht pragmatisch:

Ein guter Fußballspieler ist ein bisschen wie ein Hecht; man muss nicht viel tun, wenn man nur zeitig zuschnappt.[9]

Als Kämpfer, der seine Mannschaft auch bei fast aussichtslosem Rückstand noch zum Sieg führte, machte er sich in zwei Spielen einen Namen. Das erste war ein Match in Maastricht am 21. Juni 1947, als Heerenveen nach 0:4-Rückstand noch mit 7:6 gewann.[1] Sein bekanntestes Spiel im Dress der Friesen machte er am 7. Mai 1950 gegen Ajax Amsterdam, in dessen Team damals unter anderen Rinus Michels stand. Eine halbe Stunde vor Abpfiff war der Spielstand 1:5 gegen Heerenveen. Doch den Friesen gelang es, aus dem Rückstand noch einen 6:5-Sieg zu machen. Lenstra erzielte dabei die ersten beiden Tore und hatte großen Anteil an der Vorbereitung der weiteren Treffer. Wie jedes Genie hatte Lenstra aber auch seine Macken.[10] Im Jahr darauf spielte Heerenveen in der Meisterschaft unter den Möglichkeiten, und Lenstra, der sich nicht ganz fit fühlte, ließ das Heimspiel gegen Blauw-Wit einfach aus. Er kam nicht einmal in den Sportpark, um das Spiel zu sehen; gegenüber einem Journalisten gab er an, er sei „fußballmüde“.[11]

Bearbeiten Halbprofi in Enschede

Lenstra wurde von vielen europäischen Profiklubs umworben; Inter Mailand und Rot-Weiss Essen[12] buhlten um ihn; der AC Florenz bot ihm 1951 125.000 Gulden, für diese Zeit ein gigantischer Betrag; als das nicht fruchtete, schickten die Florentiner gar einen Blankoscheck. Doch Lenstra unterschrieb nicht.[13] Er wies alle Angebote aus dem Ausland mit dem Argument zurück, er wolle sich nicht als „Sklave“ verkaufen:

Wenn man Profi wird, hat man nichts mehr mitzureden, und der Klub kann mit einem machen, was er will.[14]

Am liebsten hätte er „sein“ Heerenveen gar nicht verlassen; erst als es im Verein 1954/55 heftige Meinungsverschiedenheiten zur Einführung des Profitums gab,[15] wechselte er 1955 als Halbprofi nach Enschede, wo er insgesamt sechs Spielzeiten zunächst für den Sportclub Enschede (für den er das erste Tor im damals neuen Diekmanstadion erzielte) und später für die Enschedese Boys spielte. Am 15. Juni 1958 stand er ganz dicht davor, endlich den niederländischen Meistertitel zu holen. SC Enschede und DOS aus Utrecht standen am Ende der Eredivisie-Saison punktgleich an der Spitze, und der Meister musste in einem Entscheidungsspiel bestimmt werden; Enschede verlor in Nimwegen allerdings nach der dritten Verlängerung (à siebeneinhalb Minuten) der Partie durch einen Treffer des damals „besten Mittelstürmers der Niederlande“[16] Tonny van der Linden mit 0:1.

Zwischen seinem 34. und 39. Lebensjahr erzielte Lenstra beim SC Enschede in 135 Spielen 89 Tore. Er war fast 40, als ihn der SC für 45.000 Gulden an den Stadtrivalen Enschedese Boys verkaufte.[13] Hier beendete er 1963, mit 42 Jahren, seine aktive Laufbahn. In seinen 27 Jahren in der höchsten niederländischen Spielklasse erzielte Lenstra allein in den Ligaspielen für die drei Vereine von 1936 bis 1963 rund 700 Tore in etwa 730 Spielen, eine im niederländischen Fußball einzigartige Leistung.[13]

Bearbeiten Stationen

  • VV Heerenveen (1936–1955, zuletzt Eerste klasse B)
  • SC Enschede (1955–1960, zuletzt Eredivisie)
  • Enschedese Boys (1960–1963, Eerste klasse)

Bearbeiten Nationalmannschaft

Bearbeiten 1937–1940: Der lange Weg in die Elftal

Nachdem Lenstra als Torschützenkönig mit Heerenveen aufgestiegen war, wurde er für die Jugendauswahl Frieslands selektiert. Mit ihm als Rechtsaußen gewann der Nachwuchs in Dokkum gegen eine Herrenmannschaft aus Leeuwarden mit 6:3. Noch mit 16 Jahren durfte Lenstra im November 1937 das erste Mal mit einer Auswahl der Nordniederlande auflaufen, in Hannover ging es gegen eine norddeutsche Auswahlmannschaft.[1] Lenstra war von der Kulisse der Hindenburg-Kampfbahn, mit zwei Tribünen ausgelegt für mehr als 20.000 Zuschauer, nach eigener Aussage so beeindruckt, dass das Spiel „völlig an ihm vorbei ging“; sein Team verlor 0:3. Die Presse aber sah hier schon „einen Spieler, der auf Dauer für den Norden von Bedeutung werden kann.“[17] Das „Revanchespiel“ in Haren ein Jahr später gewannen die Nordniederländer 4:2; Lenstra erzielte alle vier Tore.[18]

Im Februar 1938 war Abe Lenstra in den Kader der niederländischen U-21-Auswahl berufen worden, neben späteren A-Nationalspielern wie Bertus de Harder, Frans van der Veen und Han Engelsman, die allesamt älter waren. Zwar war er in Rotterdam gegen die belgische Auswahl nur Ersatzspieler, doch dem Stolz auf die Berufung tat das keinen Abbruch – war er doch der erste Friese überhaupt, der sich das Oranje-Hemd überstreifen durfte.[19] Nach dem 7:3-Sieg der Jugendspieler schauten diese sich noch das anschließende A-Länderspiel gegen Belgien an, in dem ein mit vier Treffern überragender Kick Smit seine Mannschaft zum 7:2-Sieg führte. Smit besetzte die halblinke Position, auf der Lenstra im Verein spielte; van der Veen wurde nach diesem Spieltag zu seinem Ersatzmann - für Lenstra war zunächst kein Platz in der A-Elf. Es dauerte noch mehr als zwei Jahre, ehe er selbst das erste Mal offiziell für die Niederlande auflaufen sollte.

Inzwischen spielte er für regionale Auswahlen und die B-Nationalmannschaft; der denkwürdigste Einsatz in der „zweiten Wahl“ des KNVB war am 7. Mai 1939 bei einem Spiel gegen Belgien, in dem er mit drei Treffern in den letzten zehn Minuten aus einem 1:4-Rückstand noch ein Unentschieden machte. Van der Veen hatte mittlerweile sieben Länderspiele gemacht, in denen er nur ein Tor markierte; am Tag, als Lenstra in Tienen brillierte, verlor die Elftal in der Schweiz mit 1:2. Die Auswahlkommission berief für ein kommendes Freundschaftsspiel gegen Jugoslawien – das kein offizielles Länderspiel, sondern als Trainingsspiel deklariert war – Lenstra für van der Veen in den Kader. Die Jugoslawen hatten in den Wochen zuvor die als „unschlagbar“ geltenden Engländer besiegt und gegen Weltmeister Italien nur knapp verloren. Das Spiel in Amsterdam hätte für Abe nicht besser losgehen können: Nur drei Minuten nach Anpfiff köpfte er eine Flanke de Harders an Tormann Ljubomir Lovric vorbei zum 1:0 ein. Das Spiel endete 4:1, und die Presse war voll des Lobes für den Friesen.[20] Im Dezember 1939 fand ein Jubiläumsspiel anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens des KNVB statt, gegen die Nachbarn aus Belgien; Lenstra durfte als rechter Halbstürmer spielen, erzielte jedoch nur einen Treffer, der wegen Abseits nicht gegeben wurde. Außerdem war auch dieser zweite Einsatz in Oranje kein offizielles Länderspiel.

Bearbeiten 1940–1953: Vom Debüt zum ersten Rücktritt

Am 31. März 1940, mit 19 Jahren, gab er endlich, wiederum im Feijenoord-Stadion, seinen Einstand in der A-Nationalmannschaft. Das Spiel davor gegen Belgien, das wegen des kalten Winters vom 3. auf den 17. März verlegt worden war, hatten die Niederländer in Antwerpen mit 1:7 verloren; Kick Smit hatte kurz vor Schluss lediglich noch den Anschlusstreffer erzielen können.[21] Gegen Luxemburg setzten die Auswahlkommission und Bondscoach Bob Glendenning auf fünf Debütanten; neben Lenstra waren das Kees Slot, Herman Choufoer, Jan Poulus und Heinz Vroomen.[22] Das Spiel wurde am folgenden Tag in De Telegraaf als De Schande van Rotterdam („Die Schande von Rotterdam“) bezeichnet; Luxemburg hatte 5:4 gewonnen. Für vier der Debütanten war ihr erstes gleichzeitig ihr letztes Spiel in Oranje. Lenstra aber war einer der besseren Spieler, füllte die Position Smits auf Halblinks als Vorbereiter bestens aus und kam gleich in der zehnten Minute auch selbst zum Abschluss: auf Vorlage von Guus Dräger erzielte er mit dem 1:0 den ersten Treffer seiner Nationalmannschaftskarriere, die mit Unterbrechungen fast zwanzig Jahre dauern sollte. Mit seinem Debüt wurde er der erste Friese, der in der Elftal spielte, was seine Landsleute in der nordniederländischen Provinz stolz machte. Über sein Debüt sagte Lenstra später:

„Welch ein Tag! Endlich hatte Friesland einen Nationalspieler. Ich selbst begriff überhaupt nicht, welche Ehre mir da zugefallen war. Als Junge von 19 Jahren kapiert man das noch gar nicht.[23]

Doch noch gab es in Holland Vorurteile gegenüber dem jungen Friesen, nicht nur bei der Oranje legioen, den Fans der Nationalmannschaft, sondern auch bei den etablierten Spielern. Abe wurde wegen seiner Herkunft als Friese boertje, als „friesisches Bäuerlein“ verhöhnt. In seinem zweiten Spiel, gegen Belgien im April, so erinnerte er sich später, „hat 90 Minuten lang einer meiner Mitspieler nicht aufgehört, mich anzumeckern und rumzumaulen. Wenn ich den Ball bekam, rief er, ich solle ihn abgeben, ich könne doch nichts damit anfangen.“[24] Den Namen nannte Lenstra nicht; es war Leen Vente, der seit 1933 Stammspieler auf der Mittelstürmerposition und zweimaliger WM-Teilnehmer gewesen war und in diesem, seinem 21., Spiel sein 19. Tor erzielte. Auf einem Foto, das nach dem 4:2-Sieg gemacht wurde, sieht man neun Spieler, acht von ihnen lachend; lediglich Lenstra geht mit gebeugtem Kopf vom Feld.[25] Nach dem Spiel schwänzte er das Bankett, fuhr direkt zurück nach Heerenveen. Von seinen Kameraden verabschiedete er sich in der Kabine mit den Worten: „Mit dem Kerl (ndl. vent, gemeint war natürlich Vente) spiele ich nie wieder Fußball! Mich seht ihr hier nie wieder. Adieu!“[26] Zumindest mit dem ersten Teil der Aussage sollte er recht behalten. Für das nächste Länderspiel – in Luxemburg wollten die Niederländer am 12. Mai 1940 Revanche nehmen für die „Schande von Rotterdam“ – wurde Abe berufen; Lente hingegen hatte sich im Rahmen der Mobilisierung beim Militär melden müssen und war zu dieser Zeit in einer Kaserne. Doch die Mannschaft konnte nie zum Spiel nach Luxemburg reisen, da am 10. Mai 1940 deutsche Truppen einmarschierten und die Niederlande besetzten; der Zweite Weltkrieg verhinderte nun weitere Länderspiele. Nach dem Krieg war Vente zu alt für die Nationalelf; Lenstra hingegen hatte sich durch seine Erfolge mit VV Heerenveen einen Namen gemacht und gehörte 1946, am 10. März beim 6:2-Sieg in Luxemburg, gleich im ersten Nachkriegsspiel wieder zum Team. 1948 nahm er an den Olympischen Spielen teil, erzielte in den beiden Spielen der Niederländer jedoch kein Tor.

Torwart
re. Läufer
re. Verteid.
Mittelläufer
li. Verteid.
li. Läufer
Halbrechts
(7-mal)
Halblinks
(25-mal)
Rechtsaußen
(5-mal)
Mittelstürmer
(3-mal)
Linksaußen
(7-mal)
Einsätze in der Nationalelf
(nach Position; Anzahl in Klammern)

Der eigenwillige Friese war im Sturm auf allen Positionen einsetzbar. Bei seinen Auftritten im Nationaldress spielte er fünfmal auf Rechtsaußen, siebenmal auf Halbrechts, dreimal als Mittelstürmer, siebenmal auf Linksaußen – und in 25 Länderspielen wurde er auf seiner Lieblingsposition als linker Halbstürmer eingesetzt.[27] Eine Zeitlang hatte er damit Probleme, es gab Streit zwischen ihm und der Auswahlkommission der Nationalmannschaft, wenn sie ihn nicht auf Halblinks spielen lassen wollte. Nachdem im Herbst 1952, auch aus diesem Grund, die Besetzung der Auswahlkommission gewechselt hatte, war Abe allerdings sogar erstmals als Mannschaftsführer dabei, als die KNVB-Auswahl am 7. März 1953 ein Länderspiel gegen Dänemark austrug, dessen Erlös den Opfern der Hollandsturmflut zugute kommen sollte. Lenstra erzielte das Tor der Oranje bei der 1:2-Niederlage in Rotterdam. Dieses Spiel war das offizielle niederländische Benefizspiel, stand allerdings später im „medialen Schatten“ eines inoffiziellen Spiels zugunsten der Flutopfer, des so genannten Watersnoodwedstrijd, fünf Tage später in Paris, in dem eine Auswahl von – vornehmlich in Frankreichs Profiligen spielenden – niederländischen Auslandsprofis gegen die Équipe tricolore 2:1 gewann.[28] Unter den Kollegen der schreibenden Zunft auf der Pressetribüne im Prinzenpark befand sich auch Abe Lenstra; auf Einladung eines Freundes von der Zeitschrift Sport en Sportwereld sollte er einen Artikel über das Spiel schreiben. Lenstra hatte vor dem Spiel vorausgesagt, die Franzosen würden „ungefähr vier zu null“ gewinnen. Sein Spielbericht schwärmte dann von den niederländischen Profis, die sich nicht nur seiner Meinung nach seit ihrem Weggang aus den Niederlanden technisch, taktisch und konditionell enorm verbessert hätten. Als man ihn später fragte, ob er gerne mitgespielt hätte, sagte er:

„Und ob ich gewollt hätte! Endlich Spieler, von denen man gute Pässe hätte kriegen können![29]

In den folgenden Länderspielen mit seinen Sportkameraden aus den niederländischen Amateurligen wirkte Lenstra lustlos; sein Freund Kick Geudeker von Sport en Sportwereld schrieb, der Mannschaftskapitän sei im Länderspiel gegen Belgien am 19. April 1953 „nicht nur unteressiert, abwesend und unbeteiligt, sondern auch technisch schlecht“ gewesen.[30] Wenig später gab Lenstra bekannt, er sei voetbalmoe, fußballmüde. Die Spiele im Verein reichten ihm; er ging nun lieber Tennis spielen oder widmete sich anderen Hobbys.

Bearbeiten 1954–1959: Comeback als Halbprofi unter Profis

Erst nachdem Ende 1954 der KNVB mit dem NBVB, dem neugegründeten Verband von Profivereinen, fusionierte und Stück für Stück der Profifußball Einzug gehalten hatte, kehrte Lenstra in den Kreis der Oranje Elftal zurück. Am 13. März 1955 gab es das erste Länderspiel, in dem Profis eingesetzt wurden. Lenstra verdankte seine Nominierung seinem guten Auftritt bei einem Trainingsspiel des erweiterten Kaders gegen Austria Wien. Spieler wie Frans de Munck, Cor van der Hart und Faas Wilkes kehrten – nach Jahren als Parias – in das Team zurück; zwischen den Profis war es aber Abe Lenstra, der das einzige Tor beim 1:1 gegen Dänemark, das noch mit reinen Amateuren antrat, erzielte. Die vor dem Spiel umjubelten Profis wurden ausgepfiffen. Lenstra aber erhielt eine Einladung zum nächsten Spiel, die er jedoch aufgrund einer Oberschenkelverletzung ausschlagen musste. Doch nachdem seine Verletzung ausgeheilt war, überging ihn die Auswahlkommission bei den folgenden Spielen. Es schien, als sei der Abschied des nunmehr 34-Jährigen aus der Nationalmannschaft endgültig besiegelt. Erst im Dezember 1955 lud man ihn wieder ein, zu einem Benefizspiel für die Flüchtlingshilfe; Gegner in Rotterdam war mit Rot-Weiss Essen der Verein, der ihn zweieinhalb Jahre zuvor nach Deutschland holen wollte. Während die Presse annahm, der Verband habe ihn lediglich als Attraktion für größeren Zuschauerzuspruch eingeladen, sah Lenstra selbst eine neue Chance. Er nutzte sie, erzielte ein umjubeltes Tor beim 4:1-Sieg und sorgte dafür, dass das Spiel später als die „Wiederauferstehung des Nationalspielers [Lenstra]“ betrachtet wurde. Er kam zu seinem vierten Comeback 1956. Es war nicht zuletzt ein Verdienst des österreichischen Bondscoachs Max Merkel, dass Lenstra die Chance bekam. Der Österreicher hielt ihn für „einen der größten [Fußballspieler]. Ein Mann mit unglaublichem Ballgefühl, ein Rassefußballer.“[31] Doch Merkel hatte anfangs Probleme, dass die Auswahlkommission Lenstra wieder in den Kreis der Nationalspieler berufen wollte. In seiner Autobiographie schrieb er über den Friesen:

„Nur mit einem Spieler hatte ich einige Schwierigkeiten, mit Abe Lenstra. Er machte mir etwas zu sehr auf Star, und ich hatte Angst, er könnte mir den guten Geist in meiner Truppe kaputtmachen.[32]

Nach einem klärenden Vier-Augen-Gespräch im ersten Trainingslager in der niederländischen Länderspielgeschichte, in Venlo, aber verstanden sich die Beiden so gut, dass Lenstra später die Frage nach seinem besten Trainer mit „Max Merkel“ beantwortete,[33] obwohl er unter ihm nur drei Partien absolvierte. Deren erste war am 14. März 1956 in Düsseldorf vor 40.000 Zuschauern – 10.000 davon niederländische Fans[34] – gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland. Im Programmheft wurde Abe mit Superlativen bedacht: Hollands Fußballidol, Meister der Technik, der Tricks, der Regie, spiritus rector, Scharfschütze und glänzender Spielmacher.[35] In diesem, seinem wohl besterinnerten Länderspiel, wurde Lenstra dem zwar nicht wirklich gerecht, glänzte nur als zweifacher Torschütze gegen Fritz Herkenrath, doch leitete er das Team zu einem verdienten 2:1-Arbeitssieg. Das Gegentor war dabei ein Eigentor von Cor van der Hart. Gemeinsam mit Faas Wilkes und Spielmacher Kees Rijvers bildete Lenstra als linker Halbstürmer in den 1950er Jahren das „Goldenes Innentrio“ (Gouden binnentrio) genannte Herzstück im Angriff der niederländischen Mannschaft. Die drei hatten erstmals im ersten Nachkriegsländerspiel am 10. März 1946 in Luxemburg[36] gemeinsam gespielt – bei dem 6:2-Sieg der Niederländer erzielte Lenstra allerdings keinen Treffer; Wilkes hingegen traf gleich viermal.[37] Aufgrund dessen, dass Wilkes und Rijvers als Auslandsprofis aus der Nationalmannschaft verbannt wurden, waren es – trotz des edlen Beinamens – nur zehn Spiele, die alle drei gemeinsam machten. Von diesen ging allerdings nur eins verloren, und das auch erst nach Verlängerung. Experten für den niederländischen Fußball der 1950er behaupten auch gern, dass alle drei in einer Mannschaft „zu viel des Guten“ gewesen seien.[38] Im letzten Spiel, in dem die drei zusammen antraten , machte Lenstra eine der „traurigsten Erfahrungen seiner Laufbahn“.[33] Es war am 25. September 1957. In der Qualifikation zur WM in Schweden brauchten die Niederländer einen Sieg gegen Österreich. Im Amsterdamer Olympiastadion hatte aber Hanappi die Österreicher nach einer halben Stunde in Führung gebracht; dem Rückstand liefen die Mannen von Bondscoach Elek Schwartz hinterher, bis in der 61. Minute Lenstra den Ausgleichstreffer markierte.[39] In seinen autobiografischen Aufzeichnungen Voetbal-leven („Fußball-Leben“) schildert Lenstra was folgte:

Hundert Sekunden vor dem Schlusspfiff verpasste ich die Chance meines Lebens. Nach einem Sololauf aus dem Mittelfeld heraus kam ich ganz nah vors österreichische Tor. Ein Treffer war dicke möglich. Aber ich schoss genau in die Hände von Keeper Schmidt![40] Ich hätte heulen können.[41]

Das Spiel endete unentschieden, Österreich fuhr zur WM.

Lenstras letztes Spiel in Oranje war am 19. April 1959, wiederum in Amsterdam, ein 2:2-Unentschieden gegen Belgien, bei dem der 38-Jährige in der 73. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte. Insgesamt kam er auf 47 Spiele in der Nationalelf; in drei dieser Begegnungen trug er die Kapitänsbinde.[42]

Bearbeiten Trainer

Nach dem Krieg hatte Lenstra zeitweilig bereits das Training des VV Heerenveen als Spielertrainer geleitet, damals „ein Glücksgriff, denn die Mannschaft blühte auf“[43] und der Klub holte mit ihm den vierten Noord-Titel in Folge. Während der aktiven Zeit betreute er auch erfolgreich die Jugendauswahl der Enschedese Boys, die er 1962 zur Landesmeisterschaft führte.[44] Nach der Spielerlaufbahn wurde er Trainer bei unterklassigen Vereinen: bei SOS in Hellendoorn, in Wijhe, bei DOS Kampen, DOS'19 in Denekamp, dem WSV in Apeldoorn und beim FC Assen. Dabei legte er einige für einen Trainer auch schon damals eher ungewöhnliche Verhaltensweisen an den Tag. Er ließ die Spieler Waldläufe machen und Bockspringen, während er bei Kälte in seinem Auto sitzen blieb; er zog sich zum Training nicht um und kam auch oft nicht zu den Spielen. In Assen dauerte sein letztes Trainerengagement 1972 nur ein halbes Jahr. Ein Streit mit Spielern über deren Haarlänge endete damit, dass diese ihn in seiner Kleidung unter die Dusche stießen.[27]

Bearbeiten Abseits des Fußballplatzes

Abe Lenstra wurde am 27. November 1920 als zweiter Sohn des Handlungsreisenden Mindert Jans Lenstra und seiner Frau Janke, geborene Suierveld, geboren. Nachdem sein Bruder Jan nach dem Großvater Lenstra benannt wurde, erhielt der jüngere Sprössling den Vornamen von Jankes Vater Abe Wytzes Suierveld. Der Name war mindestens seit dem Jahr 1500 Familientradition, als ein Vorfahre namens Abe Hania eine Frau adeliger Herkunft geehelicht hatte.[45] Die Familie lebte zunächst in einer von Arbeitern geprägten Gegend; beide Großväter wie auch Mindert Lenstra waren Anhänger von Ferdinand Domela Nieuwenhuis, der als erster Sozialist aus dem Wahlbezirk Schoterland 1888 für die Friese Volkspartij in die Tweede Kamer gewählt worden war. Abe und sein Bruder wuchsen in einem nicht kirchlich orientierten Umfeld auf; am Tag der Arbeit hing an ihrem Haus wie an fast allen Häusern in ihrer Straße die rote Fahne.[46]

Abe war seit 1944 verheiratet mit Hiltje „Hil“ Lenstra-Wisman; das Paar hatte zwei Töchter. Neben dem Fußball arbeitete er zunächst in der Gemeindeverwaltung im Einwohneramt. Später machte er auch Werbung, unter anderem für C&A und Coca-Cola; auch seine Frau wurde für die Reklame entdeckt, sie warb für Maggi Goldbouillon.[34]

Sowohl in Friesland wie auch in den gesamten Niederlanden genoss Lenstra unter den Fußballfans enorme Popularität. Heerenveen wurde in den 1950er Jahren seinetwegen gern auch als Abeveen bezeichnet. Der VV Heerenveen hatte in den 1950er Jahren einen Zuschauerschnitt von rund 18.000 pro Spiel - in einer Stadt, die nicht einmal achttausend Einwohner zählte. Lenstra war Heerenveen, und Heerenveen war Lenstra.[47] Er selbst wurde auf Friesisch auch ús Abe („uns' Abe“) genannt. Mit Faas Wilkes und Kick Smit diente Abe Lenstra als Vorlage für den Fußball spielenden Comicstrip-Helden Kick Wilstra.[48] Abe Lenstra wurde 1951 zum ersten Sportler des Jahres der Niederlande gewählt; 1952 wurde ihm dieser Titel ein zweites Mal zuerkannt. Bis heute wird er als einer der größten niederländischen Fußballspieler betrachtet. Noch Jahre nach seinem Abschied aus der Nationalmannschaft skandierten die niederländischen Fans bei einem schlechten Spiel des Teams seinen Vornamen.[12] Riemer van der Velde, ehemaliger Präsident des SC Heerenveen, sieht Lenstra gar als den allergrößten, sogar vor König Johan:

Wenn nicht Johan Cruijff, sondern Abe Lenstra in Amsterdam geboren wäre, dann wäre nicht Cruijff, sondern Abe zum Fußballer des Jahrhunderts gewählt worden.[49]

Bei seinen Sportkameraden kam er weniger gut an. Er war eigensinnig und launisch; in Gesprächen mit ehemaligen Mitspielern Lenstras fand Tom van Hulsen, Chefredakteur von Voetbal international, heraus, dass alle den Heerenveener als Fußballer ehrten und respektierten, aber niemand ihn sympathisch fand. Die Nationalspieler waren froh gewesen, wenn Abe mal wieder mit dem KNVB im Streit lag, denn dann war die Atmosphäre bei Oranje gleich besser.[50] Jan Steenhuizen, ehemaliger Vorsitzender des SC Heerenveen und von Beruf Arzt, charakterisierte ihn mit den Worten:

Abe war als Mensch ein Ekel, ein übler Mann. Kein Wunder, dass er früher als Fußballer so viele Probleme hatte.[51]

1958 versuchte Lenstra sich auch als Sänger; vor dem Entscheidungsspiel um die Meisterschaft nahm er eine Single auf mit den Titeln Geen woorden, maar daden („Keine Worte, sondern Taten“) und Bij ons in Holland („Bei uns in Holland“).[52] Die A-Seite[53] soll er nach Angaben des Journalisten Jurryt van de Vooren[54] vor dem Spiel gegen DOS beim Stadionsprecher hinterlegt haben, damit der sie zur Siegerehrung abspiele. Dazu kam es nicht, da Enschede verlor. Die Single wurde von Philips veröffentlicht, konnte aber keinen großen Verkaufserfolg erzielen[55] und gilt heute als Rarität. Das Lied Geen woorden, maar daden basiert auf einem Vereinslied des Rotterdamer Klubs Coal 1 und wurde als Hand in hand, kameraden in den 1960er Jahren mit leicht verändertem Text zur „Hymne“ der Fans von Feijenoord.

Nach dem Ende seiner aktiven Zeit verdiente Lenstra sein Geld neben seinen Trainerjobs als Vertreter einer Brauerei. Als er in Assen Trainer war, machte ihn Juwelier Klaas Oosterhof, ehemaliger Linksaußen des SC Heerenveen, zum Leiter seines Geschäfts in Hoogeveen.[27]

Als der Sportsmann, der zeitlebens weder rauchte noch trank, 1977 eine Hirnblutung erlitten hatte, die ihn für den Rest seines Lebens an den Rollstuhl fesselte, kehrten die Lenstras im folgenden Jahr auf Initiative des Komitees Abe weer thuis („Abe wieder nach Hause“) nach Heerenveen zurück. Ehrenvorsitzender dieses Komitees – das vor allem dafür sorgte, dass Lenstra eine behindertengerechte Wohnung erhielt[34] – war Prinz Bernhard, selbst ein Bewunderer von Lenstras Fußballkünsten.[33]

Lenstra starb 64-jährig in seiner Geburtsstadt, zwei Tage vor dem Länderspiel der Elftal gegen Bulgarien im Sportpark Noord, dem Stadion des SC Heerenveen, zu dem der KNVB ihn als Ehrengast eingeladen hatte. Sein Leichnam wurde am 6. September 1985 im Krematorium in Goutum eingeäschert.

Bearbeiten Erfolge und Ehrungen

Das Abe-Lenstra-Stadion in Heerenveen
Das Abe-Lenstra-Stadion in Heerenveen

Von 1942 bis 1951 wurde Lenstra mit dem VV Heerenveen neunmal in Folge Meister der Eerste Klasse Noord.

1947, 1948 (mit Heerenveen) und 1958 (mit SC Enschede) war er niederländischer Vizemeister.

In den Jahren 1951 und 1952 wurde er in den Niederlanden zum Sportler des Jahres gewählt.

Der Heerenveener Sportpark Noord wurde am 15. März 1986 in Abe Lenstra Stadion umbenannt.[13] Als der Verein 1994 ein neues Stadion baute, wurde es ebenfalls Abe-Lenstra-Stadion benannt. An seinem Haupteingang steht ein Standbild des Fußballspielers Lenstra. Eine Straße am Stadion heißt Abe Lenstra Boulevard; die offizielle Adresse des Vereins ist die Nummer 19 an diesem Boulevard.

Als Johan Cruyff im Jahr 2000 eine Oranje-Elf des Jahrhunderts zusammenstellte, war Lenstra der einzige verstorbene Spieler, der in diese Elf berufen wurde. 1995 wurde Lenstras Leben zur Grundlage des Musicals Abe!, das im Stadion im Rahmen des Frysk Festival uraufgeführt wurde und in dem einige Szenen aus dem legendären 6:5-Sieg gegen Ajax nachgespielt wurden; der damalige Heerenveen-Profi Ronnie Pander übernahm die Rolle Lenstras.

Bearbeiten Literatur

  • Johann Mast, Abe. Het levensverhaal van Nederlands eerste grote sportidool, Tirion Uitgevers, Baarn 2007, ISBN 978-90-4390-983-9
  • Yme Kuiper, Abe Lenstra (1920–1985). Van Us Abe tot nationaal idool; in: Fryslân, Nieuwsblad voor geschiedenis en cultuur, Jg. 6 (2000), Ausgabe 2, S. 50–53. (Online-Version)

Bearbeiten Weblinks

Bearbeiten Einzelnachweise

  1. a b c d e Lenstra, Abe (1920–1985), Instituut voor Nederlandse Geschiedenis, Version vom 13. März 2008, gesichtet am 3. Juli 2008
  2. Johann Mast, Abe. Het levensverhaal vna Nederlands eerste grote sportidool, Tirion Uitgevers, Baarn 2007, ISBN 978-90-4390-983-9, S. 20
  3. Mast, Abe, S. 27
  4. „Abe Lenstra was veruit de beste voetballer die Heerenveen heeft voortgebracht.“ in: Abe Lenstra: groots en grillig, Biografie beim SC Heerenveen
  5. Ausnahme: 1944/45 gab es keinen Spielbetrieb. Netherlands Eerste Klasse Noord Final League Tables 1916–1950, Statistik bei rsssf.com
  6. Netherlands Final League Tables 1898–1954, Statistik bei rsssf.com
  7. Frans Oosterwijk, Voetbal in de jaren vijftig, in 99 beelden, ANP Foto/Nieuw Amsterdam Uitgevers, Amsterdam 2007, ISBN 978-90-468-0264-9, S. 62
  8. „Met een fluwelen techniek, een grandioos inzicht, een flitsend schot, plus een paar schijnbewegingen verschalkte hij zijn tegenstanders. Abe was een merkwaardige speler, die soms de indruk wekte dat hij te weinig aan het spel deelnam, maar ineens in een flitsend moment vriend en vijand versteld doet staan door een vlijmscherpe pass, een handige truc of een dodelijk schot.“ aus: Abe Lenstra. Een voetballegende uit Friesland, gesichtet am 30. Juni 2008
  9. „Een goede voetballer is net een snoek; je hoeft niet veel te doen, als je maar op tijd toehapt.“ Zitiert nach CV Abe Lenstra, Voetbalfocus, gesichtet am 3. Juli 2008
  10. „een 'genie met remmingen'“, Biografie Abe Lenstra (voetbal – Heerenveen), 3voor12-Website vom 20. Juni 2007, gesichtet am 4. Juli 2008
  11. „Zoals tijdens het kampioenschap van Nederland in 1951. Heerenveen speelde matig en Abe, die zich niet geheel fit voelde, liet de thuiswedstrijd tegen Blauw Wit aan zich voorbijgaan. Hij kwam zelfs niet naar het sportpark om het duel te zien. Tegenover een journalist liet hij weten voetbalmoe te zijn!“, Abe Lenstra: groots en grillig, Biografie beim SC Heerenveen
  12. a b Abe Lenstra. Een voetballegende uit Friesland, gesichtet am 30. Juni 2008
  13. a b c d Abe Lenstra: groots en grillig, Biografie beim SC Heerenveen
  14. „Als je prof wordt, heb je niks meer te vertellen en kan de club met je doen wat ze wil“; zitiert nach Abe Lenstra. Een voetballegende uit Friesland, gesichtet am 30. Juni 2008
  15. Heerenveen, club met rijke en mooie historie, Website des SC Heerenveen, gesichtet am 3. Juli 2008
  16. Herman van Veen in seinem Weblog vom 13. März 2006, gesichtet am 1. Juli 2008
  17. Mast, a.a.O., S. 31
  18. Mast, a.a.O., S. 36
  19. Mast, a.a.O., S. 34
  20. Mast, a.a.O., S. 38f
  21. Spieldaten bei voetbalstats.nl
  22. Spieldaten bei voetbalstats.nl
  23. „Wat een dag,“ zei hij later zelf over zijn officiële debuut. „Eindelijk had Friesland een international. Zelf besefte ik niet welke eer mij te beurt was gevallen. Als jongen van negentien jaar heb je dat niet door.“ Mast, a.a.O., S. 42
  24. „Negentig minuten lang liep een van mijn medespelers op mij te razen en te schelden ... Als ik een bal in m'n bezit kreeg, schreeuwede hij: ‚Hier ermee ... jij ken d'r toch niks van!‘“ Mast, a.a.O., S. 43f.
  25. Mast, ebd.
  26. „Met die vent voetbal ik nooit meer! Mij zien jullie hier niet meer. Aju!“ Mast, a.a.O., S. 44
  27. a b c Johan Derksen, Abe was een klier van een vent, een nare man, Voetbal international vom 9. Juli 2007, gesichtet am 3. Juli 2008
  28. Bei diesem Spiel am 12. März 1953 stand den niederländischen Profis eine Kombination französischer Nationalspieler der beiden Klubs Stade Reims und Racing Paris gegenüber; es wird auch in Frankreich nicht als offizielles Länderspiel gezählt. Vgl. L'Équipe/Gérard Ejnès: La belle histoire. L'équipe de France de football. L'Équipe, Issy-les-Moulineaux 2004 ISBN 2-951-96053-0, S. 366f.
  29. „Nou en of. Eindelijk spelers van wie men goede passes zou kunnen krijgen.“ Mast, Abe, S. 149
  30. „Het was niet alleen ongeïnteresseerd, afwezig en onverschillig, maar ook technisch slecht.“ Zitiert nach: Mast, Abe, S. 149
  31. „Een van de grootsten. Een man met een ongelooflijk balgevoel, een rasvoetballer.“ Zitiert nach Mast, Abe, S. 185
  32. Zitiert nach Yme Kuiper, Abe Lenstra (1920–1985). Van Us Abe tot nationaal idool, gesichtet am 30. Juni 2008
  33. a b c Yme Kuiper, Abe Lenstra (1920–1985). Van Us Abe tot nationaal idool, gesichtet am 30. Juni 2008
  34. a b c Abe Lenstra bei senior-plaza.nl, gesichtet am 3. Juli 2008
  35. Zitiert nach Mast, Abe, S. 186
  36. Filmberichte über dieses und das folgende Spiel gegen Belgien gibt es auf der Website Geschiedenis.nl
  37. Spieldaten beim KNVB
  38. Frans Oosterwijk, Voetbal in de jaren vijftig, in 99 beelden, ANP Foto/Nieuw Amsterdam Uitgevers, Amsterdam 2007, ISBN 978-90-468-0264-9, S. 63
  39. Spielstatistik beim KNVB
  40. Gemeint ist Kurt Schmied; vergleiche Spielaufstellung beim ÖFB
  41. „Triest genoeg miste ik honderd seconden voor het einde echter de kans van mijn leven. Na een soloren van het middenveld af kwam ik heel dicht bij het Oostenrijkse doel. Een doelpunt zat er dik in. Laat ik nu precies in de handen van keeper Schmidt schieten! Ik kon wel huilen. Het was een van de somberste ervaringen uit mijn loopbaan.“ Zitiert nach Yme Kuiper, Abe Lenstra (1920–1985). Van Us Abe tot nationaal idool, gesichtet am 30. Juni 2008
  42. Statistik bei voetbalstats.nl
  43. De grote kampioensploeg: negen titels op rij!, Website des SC Heerenveen, gesichtet am 4. Juli 2008
  44. Mast, a.a.O., Fotoseite 7 nach S. 192
  45. Mast, Abe, S. 9
  46. Mast, Abe, S. 10f
  47. Frans Oosterwijk, Voetbal in de jaren vijftig, in 99 beelden, ANP Foto/Nieuw Amsterdam Uitgevers, Amsterdam 2007, ISBN 978-90-468-0264-9, S. 62
  48. De Kick Wilstra Site, gesichtet am 26. Juni 2008.
  49. „Als niet Johan Cruijff maar Abe Lenstra in Amsterdam geboren was, dan was niet Cruijff maar Abe tot voetballer van de eeuw gekozen.“ Zitiert nach Abe – Het levensverhaal van Nederlands eerste sportidool, Buchbesprechung bei ENVB.nl
  50. „VI-chefredacteur Tom van Hulsen maakt al jaren de rubriek Anno in dit blad. Hij bezoekt wekelijks ex-voetballers die over hun verleden praten en hoorde daarbij alle klaagzangen aan van spelers die ooit de kleedkamer met Abe deelden. Ze waardeerden en respecteerden hem als voetballer, maar niemand vond hem sympathiek. Internationals waren blij als Abe weer eens een conflict had, dan was de sfeer meteen een stuk beter bij Oranje.“ Johan Derksen, Abe was een klier van een vent, een nare man, Voetbal international vom 9. Juli 2007, gesichtet am 3. Juli 2008
  51. „Abe was in wezen een klier van een vent, een nare man. Geen wonder dat hij vroeger als voetballer zoveel problemen had.“ Zitiert nach Johan Derksen, Abe was een klier van een vent, een nare man, Voetbal international vom 9. Juli 2007, gesichtet am 3. Juli 2008
  52. Informationen und Coverfoto bei geschiedenis.n., gesichtet am 3. Juli 2008
  53. Im Blog des SC Heerenveen gibt es weitere Informationen und einen Link zu einer Hörprobe
  54. http://www.nu.nl/news/964976/951/Hand_in_hand_voor_Abe_Lenstra.html Hand in hand voor Abe Lenstra, NU.nl vom 3. Februar 2007, gesichtet am 3. Juli 2008
  55. Abe Lenstra zingt, historen.nl, gesichtet am 3. Juli 2008
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